
Eine besonders eindrucksvolle Wanderung führte uns heuer auf den Predigtstuhl von der Kleinsölk aus. Ausgangspunkt war die Breitlahnhütte danach gehts zunächst zum Aufwärmen los in Richtung Talende. Der Weg auf den Predigstuhl führt dann allerdings links weg und beginnt gemächlich anzusteigen. Vorbei an Eierschwammerl, über einen morschen Steg und vorbei an Bachläufen schlängelt sich der Weg immer weiter hinauf. Es gelten immerhin 2543m zu erreichen. Plötzlich tauchte auch ein See vor uns auf, der mogens um 8 Uhr ein wunderschön, idyllisches Bild darbot. Dort gönnten wir uns auch die erste Pause, um dann frisch gestärkt die nächste Etappe zu nehmen. Wenn man früh genug los geht ist man fast bis zum Gipfel im Schatten unterwegs, was den Anstieg erleichtern kann.

Als wir begannen mit mit allen Vieren zu wandern und uns Griffe im Fels suchen mussten, bekam ich es dann noch ein wenig mit der Angst zu tun. Denn wir sind auf dem ganzen Weg keiner Menschenseele begegnet, die uns im Notfall hätte hören können. Aber eh man es sich versieht, liegt der Gipfel auch schon vor einem und über wenige Stahlseile ist er auch erklommen. Das Gipfelkreuz steckt spektakulär zwischen den schroffen Felsspitzen und man hält auf diesem schmalen Grat besser fest beim Aufstehen. Der Blick auf die kleinen Dinge unten im Tal ist den Anstieg in jedem Falle wert. Da wir nicht den gleichen Weg wieder zurück gehen wollten, nahmen wir den Weg zum Rantentörl.
Von ganz weit oben konnten wir sie verführerisch glitzern sehen, die vielen kleineren und größeren Bergseen. Der Kleinste müsste doch am wärmsten sein? Das wäre natürlich möglich, allerdings war er immer noch so kalt, dass ich es nicht weiter als bis zu den Knien geschafft habe und dann brannten die Zehen wie Feuer. Mein lieber Mann tauchte natürlich ganz unter – die perfekte Erfrischung! Der Abstieg vom Rantentörl zog sich dann ganz ungemein. Und wenn man müde wird muss man höllisch auf seine Schritte aufpassen, sonst kugelt man ab – ist uns aber natürlich nicht passiert. Ich war froh, als wir den Talboden wieder erreicht hatten. 8h reine Gehzeit sind in jedem Fall genug – aber ich würd’s sofort wieder machen!




















